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St. Josef
Kapelle Mimberg, Pfarrkirche, Kindergarten
St. Josef
Unsere Pfarrkirche
St. Josef
beim Gottesdienst

Weihnachten – eine besondere Offenbarung Gottes

Mit wissenschaftlichen Methoden kann man Gott nicht
nachweisen. Jedoch offenbarte er sich den Menschen immer
wieder – bis heute.

Da ist zum einen die Schöpfung der Welt: Er hat das ganze
Universum aus dem Nichts erschaffen, unseren Planeten, auf
dem genau die Bedingungen herrschen, die Leben ermöglichen.

Zum anderen die Entwicklung der Menschheitsgeschichte: Die
Juden haben zu Beginn den großen Schritt von der Vielgötterei
hin zu einem einzigen Gott vollzogen. Jedoch war dieser Gott
nicht greifbar, weil sich die Menschen kein Bild von ihm machen
durften.

Mit Jesus kam nun ein Bild von Gott in die Welt, Gott nahm in
Jesus Gestalt an: „Wer mich sieht, der sieht den Vater“. Damit
bringt Gott selbst ein Bild von sich zu den Menschen. Er stellt
sich mit ihnen auf eine Stufe, möchte auf Augenhöhe mit seinen
Geschöpfen in Dialog treten. Dadurch kann eine vertrauensvolle,
liebevolle Beziehung zu Gott aufgebaut werden.

„Gott ist Geist“, wie Theologen und Philosophen heute sagen. Er
ist kein ferner Gott irgendwo in den Weiten des Universums,
sondern die omnipräsente Grundlage der Welt, mit dem wir ohne
jegliche Distanz verbunden sind, aus dem wir hervorgegangen sind,
der uns gänzlich durchdringt. Daraus ergibt sich die Konsequenz,
dass er unsere Seele bis ins kleinste Detail kennt, wodurch eine
vertrauensvolle Nähe zu unserem Schöpfer spürbar wird und wir
jederzeit mit ihm im Gespräch sein können.

Nicht zu vergessen sind die – über die Jahrhunderte hinweg sicher-
lich zahlreichen – persönlichen Gottesbegegnungen, die sein Wirken
in unserem Alltag erfahrbar machen: Sei es der brennende Dornbusch,
die Stimme aus dem Himmel bei Jesu Taufe oder Gottes Erscheinen
im Traum, um nur einige berühmte Beispiele zu nennen. Doch auch
jedem einzelnen von uns kann die Gnade einer Gotteserkenntnis
geschenkt werden.

Kerstin Weickert